Schöne Feste mit bergmännischen Freunden auf dem historischen Areal.
Der Erlös des Festes findet ausschließlich Verwendung für den Erhalt und die Pflege der Stockheimer Bergbautradition und ihrer Geschichte.
In einer Gemeinschaftsaktion von Knappenverein, Förderverein und Bergmannskapelle konnten die Vereinsidealisten in über 700 freiwilligen Stunden das bergbauliche Magazin realisieren. Einschließlich Spenden investierten die drei Vereine bisher an die 20.000 Euro. Im ersten Obergeschoss des Bauhofes wurde eine Fläche von über 200 Quadratmeter zur Verfügung gestellt und laut Bürgermeister Rainer Detsch von der Gemeinde ein separater Zugang zum Magazin errichtet mit einer Investitionssumme von 15.000 Euro. Bürgermeister Detsch zeigt sich optimistisch, denn mit dem Geotop sowie dem bergbaulichen Magazin habe man einen wichtigen Schritt bezüglich der Erhaltung der bergbaulichen Historie getan. Schließlich habe der Steinkohlenbergbau Land und Leute in unserer Region geprägt und gehöre bei vielen zur persönlichen Familiengeschichte, versicherte damals Bürgermeister Detsch.
Wertvolle Geschichte
Und in der Tat: Mittlerweile hat sich mit dem bergbaulichen Magazin - untergebracht im Bauhof - eine sehenswerte Attraktion herauskristallisiert. Hochkarätige Modelle, Arbeitsgeräte, bergmännische Lampen, Fotos, Kartenmaterial sowie weitere Ausstellungsstücke informieren über die schicksalhafte Ära der Bergleute, die zuletzt in bis zu 300 Meter Tiefe nach dem schwarzen Gold gegraben haben. Immerhin förderten die Knappen bis zu 120 Millionen Zentner Steinkohle. Eine weitere Attraktion ist der Stollenausbau der Arbeitsgruppe "König Ludwig" aus Recklinghausen, die die musealen Bemühungen der Stockheimer tatkräftig unterstützt hat.
Und das ist auch ein Teil der Industriegeschichte, denn die bergmännische Tradition reicht weit zurück: Bereits 1862 wurde eines der ersten Bergmannsfeste abgehalten. Immerhin kann das Stockheimer, Reitscher und Neuhäuser Bergbaurevier auf eine über 400-jährige Ära zurückblicken. Im Jahre 1968 schloss die letzte der einst neun eigenständigen Zechen. Auch heute noch bildet die Steinkohle eine gemeinsame historische Basis für die sieben Stockheimer Gemeindeteile, die ab 1935 die Katharinazeche nach turbulenten Stilllegungsphasen zusammen mit den Gemeinden Glosberg und Gundelsdorf noch bis 1968 betrieben haben.
No Code Website Builder